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Da der Fahrsport nach dem Kriegsende fast keine Bedeutung mehr hatte, wurden alle Fahrpferderassen zu Reitpferden umgezüchtet. Die Fahrpferd typischen Eigenschaften wurden weggezüchtet.

Von diesem Unglück blieb in Europa fast keine Fahrpferderasse verschont. In Tschechien, mit seiner anderen sozialen Entwicklung und einem anderen Verständnis für Tradition blieb die alte Gespannpferde-Rasse, der „Kladruber“, von der Umzüchtigung verschont.

Die Kladruber waren seit 400 Jahren die Gespannpferde der königlichen und kaiserlichen Monarchien. Es sind barocke Pferde mit viel Rahmen und einer ausgeprägten Ramsnase. Die Rasse wurde 1572 in Hofgestüt Kladrub gegründet und sie hat sich bis heute in höchster Reinheit erhalten. An fremdem Blut wurden nur Neapolitaner und Andalusier Hengste eingekreuzt.

Bongianni schreibt im Handbuch der Pferderassen über die Kladruber:

Eigenschaften: stark, großzügig, langlebig
Temperament: ruhig aber feurig
Exterieur: Prächtiges, im Quadrat stehendes Pferd mit einer Größe von 160 bis 170 cm Stockmaß. Farben ausschließlich Schimmel und Rappen. Großer, langer Kopf mit starken Ganaschen, weite Nüstern; kräftiger, wohlproportionierter und leicht gebogener hals. Widerrist niedrich und abgerundet, langer gerader Rücken, kräftige Nierenpartie, breite, kurze, abgerundete Kruppe, hoch angesetzter Schweif mit langem, feinem Haar; breiter, tiefer Rumpf, gut bemuskelte, manchmal etwas steile Schulter; widerstandsfähige Gliedmaßen mit breiten, trockenen Gelenken, Unterarm und Untersschenkel lang, schmale aber starke Röhren, kräftige, gut sichtbare Sehnen, lange Fesseln, gut geformte Hufe.